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Es war einmal ein Auerhahn,
der hatte seine Pflicht getan.
Acht Jahre lang und noch viel mehr,
dann ward der Dienst ihm etwas schwer.
Kein Ding auf Erden ewig dauert,
er hatte eben ausgeauert.

Nun ließ er seine Blicke schweifen,
betrübt zu all den Ordensschleifen,
Diplomen und den Ehrenpreisen,
die er erauert einst auf Reisen.
Was halfen ihm jetzt all die Prämien?
Er mußt sich vor den Hühner schämien.

Kein Hafer und kein Sellerie
entlockte ihm ein Kikrikie.
Es klang jetzt wie ein heisres Quieken
sein einst so frohes Kikrikieken.
Und alle Hennen, alle Glucken
die waren darauf baß erschrucken.

Er stand so traurig, wie Pik Sieben,
im Kreise seiner Hühner-Lieben.
Man hat den Enterich gebeten,
den Hahn einstweilen zu vertreten.
Was kümmert sich das Federvieh
um Sittlichkeit und Bigamie?
„Jawoll“, sprach stolz der Enterich,
„die Kleinigkeit besorge ich!“

Am Zaun stand nun der Auerhahn
und sah voll tiefer Trauer an,
wie seine Hennen, seine Glucken
ohn’ mit der Wimper nur zu zucken
– im Gegenteil noch mit Frohlucken –
sich von dem Ent’rich ließen ducken.
Verächtlich tät der Hahn ausspucken:
„Pfui Teufel, ja – so sind die Glucken!“

Dann kam der böse Bauer an
und schnappte sich den Auerhahn,
und sprach „Du oller Veteran
wirst höchstens für die Suppe taugen.“
Dann schlossen sich zwei Hühneraugen.

Was ist des Lebens ganze Müh?
Ein kleiner Topf voll Hühnerbrüh.