Du spuckst und beißt und bist so böse
und runzelst Stirn und Augenbraun –
und wenn ich dir das Schuhband löse,
willst du mir nicht ins Auge schaun.
Du bist sonst lieb, ein weiches Schätzchen –
jetzt aber Feind im Séparée ...
Und alles durch das erste Sätzchen:
On n'est jamais le premier.

Das ist kein Schimpf. Es gibt so viele,
so viele Männer auf der Welt.
und es gibt viele Liebesspiele
(was jedem Mädchen wohl gefällt).
Da reißt nun nichts. Man bleibt wie immer,
man weiß das Liebes A-B-C,
ein Jungfräulein ... und doch ein Schimmer ...
On n'est jamais le premier.

Man wills auch nicht.
                                Von Blondheit trunken
will man vergessen, wer man ist.
In eine weiße Brust versunken
pfeift man auf alle Liebeslist.
Man hat dich lieb. Du sollst nicht grollen,
du Schrumpelhexe, Zauberfee –,
laß ab vom Mäulchenziehn, vom Schmollen:
Man glaubts.
                On est le premier.