Das ist das tiefste Wesen aller Frauen:
sich in das eigene Bildnis zu versenken,
sich spiegelnd zu genießen und zu denken:
Ich bin, ich wirke, und ich darf mir trauen –

Ich will dir einen kleinen Spiegel schenken.
Du sollst dich rasch-kokett darin beschauen;
wie prüft so schnell ein Blick aus deinen blauen
und lustigen Augen (die den Durstigen tränken)!

Du bist es anders, aber noch einmal.
Dich grüßt dein Bild – ganz kann es dir nicht gleichen –
wo rechts ist, ist dort links - und doch der Strahl
der so geliebten Linien, Züge, Zeichen ...
Du Bildnis meiner selbst, du sollst nicht weichen:
Denn du bist ich, nur anders, noch einmal.