Ich hocke still am Fensterplatz,
vermickert wie ein kranker Spatz. Unproduktiv und flügellahm,
mit etwas Grimm – gemischt mit Gram,
so schau ich aus dem Fensterlein nachdenklich in den Lenz hinein.

Acht Wochen Bett ist eine Qual,
selbst im gemütlichsten Spital.
Der Doktor lächelt: »Nur Geduld.«
»Ja, ja, ich weiß – bin selber schuld.«

Der Herrgott hat »Du, du!« gemacht
und hat gesagt: »Nimm dich in acht,
paß auf, du kleiner Bösewicht,
meinst du vielleicht, ich seh dich nicht?
Da leg dich hin, prüf in Geduld
die Temperatur und deine Schuld.«

Als man mich brachte in der Früh,
da pfiff ein Vogel »Chir - ur - gie -«
Dann schmolz der Schnee, es ging vorbei, und hinterm Zaun lacht jetzt der Mai.

Ein Vöglein singt: »Ki - witt - ki - witt!«
Mein Stiefel winkt: »Komm mit! Komm mit!« Wie schnell man einen Schmerz vergißt, wenn dieser erst vorüber ist.
Aus Süden grüßt ein Sonnenstrahl
mich und die Nachbarn im Spital.