Ein Seemann mit den Wellen ringt.
Der Mast, die letzte Planke sinkt.
Er schwimmt allein im weiten Meer,
nur salzges Wasser ringsumher.
Die Sonne brennt vom Firmament,
der Seemann glaubt, es geht zu End.
Hallo, was schwimmt da aus Südost?
Wahrhaftig, eine Flaschenpost.
Der Seemann traut den Augen kaum.
Er lechzt vor Durst im Fiebertraum
nach einem kühlen Labetrunk.
Die Flasche gibt dem Seemann Schwung.
Er rafft sich auf mit letzter Kraft
und schwimmt und schwimmt – und hat's
                                                geschafft.
Er hält die Flasche in der Hand,
die ihm das Schicksal hat gesandt.
Der Seemann liest begierig, als
er nun entkorkt den Flaschenhals:
»Dem Finder auf dem weiten Meer
ein Gutschein für zehn Pilse-ner.«
Der Seemann brüllt: »Gemeiner Hund.«
Sinkt durstig auf den Meeresgrund. –
Wie roh das Schicksal manchmal ist.
So wird der Mensch zum Pessimist.