Am Montag fängt die Woche an,
am Montag ruht der brave Mann.
Das taten unsre Ahnen schon,
wir halten streng auf Tradition.

Am Dienstag hält man mit sich Rat,
man sammelt Mut und Kraft zur Tat.
Bevor man anfängt – einszweidrei
bumms – ist der Dienstag schon vorbei.

Am Mittwoch faßt man den Entschluß:
Bestimmt, es soll, es wird, es muß,
mag kommen, was da kommen mag,
ab morgen früh, am Donnerstag.

Am Donnerstag faßt man den Plan,
von heute ab, wird etwas getan.
Gedacht – getan, getan – gedacht,
inzwischen ist es wieder Nacht.

Am Freitag geht von alters her,
was man auch anfängt, stets verquer.
Drum ruh dich aus und sei belehrt:
Wer gar nichts tut, macht nichts verkehrt.

Am Samstag ist das Wochenend,
da wird ganz gründlich ausgepennt.
Heut anzufangen lohnt sich nicht,
die Ruhe ist des Bürgers Pflicht.

Am Sonntag möcht’ man so viel tun,
am Sonntag muß man leider ruhn.

Zur Arbeit ist es nie zu spät.
Oh Kinder, wie die Zeit vergeht.