Ich ging wohl hundert Male
Die Straße ein und aus,
Ich stand bei Sturm und Regen
Vor meiner Liebsten Haus.

Bei Sturm und kaltem Regen
Stand ich vergeblich dort,
Denn die gestrenge Mutter,
Die ließ sie ja nicht fort.

Ich selber hab' dem Regen,
Ich hab' dem Sturm getrutzt,
Nur meine neuen Stiefel,
Die sind ganz abgenutzt.

Und heute, da ich lässig
An meinem Fenster steh',
Trifft sich's, daß ich mein Liebchen
Vorübergehen seh'.

Sie nickt und winkt verstohlen,
Sie sieht mich zärtlich an,
Und ich, ich kann's nicht sagen,
Daß ich nicht kommen kann.

Ich kann's ihr ja nicht sagen,
Dem wunderholden Kind,
Daß meine einz'gen Stiefel
Heut grad beim Schuster sind.